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WARSCHAU

Denkmal für nichtjüdischen polnischen Widerstandskämpfer

17. Mai 2017
Bewegende Enthüllungszeremonie in Warschau.
Das in Warschau eingeweihte Denkmal in Erinnerung an Witold Pilecki

Zu einer bewegenden Zeremonie wurde in Warschau die Enthüllung des Denkmals für den nichtjüdischen polnischen Armeeoffizier Witold Pilecki. Der Hauptmann hatte über die Grausamkeiten im KZ Auschwitz berichtet, nachdem er sich absichtlich hatte gefangen nehmen lassen und später in den Reihen der Résistance gekämpft hatte. Die posthume Ehre widerfuhr Pilecki in Anwesenheit seines Sohnes und seiner Tochter sowie weiterer Nachkommen. 1940 liess der Hauptmann sich von deutschen Truppen ergreifen im Bestreben, dadurch in der Lage zu sein, den anti-Nazi-Untergrund und den Alliierten mit Berichten aus Auschwitz zu beliefern, Er schrieb für seine Vorgesetzten Berichte über das Todeslager, bevor ihm 1943 die Flucht gelang. Er erreichte Warschau, wo er sich dem polnischen Widerstand anschloss. Nach dem Krieg ging Pilecki zuerst nach Italien, bevor in das von den Sowjets dominierte Polen zurückkehrte, wo die kommunistischen Machthaber ihn 1948 wegen Spionage und Verrat hinrichteten. Seine Leiche wurde in einem Massengrab beigesetzt. TA 






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