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KULTURTIPP

Der Kommunismus und andere grosse Verführer

27. November 2017
Filmvorstellung und anschliessendes Gespräch heute Montagabend.
Der Film zeichnet das bewegte Leben der Fotografin, Spionin für die Sowjetunion und alleinerziehenden Mutter Edith Tudor-Hart, Grosstante von Peter Stephan Jungk, nach.

Peter Stephan Jungk hat das verschlungene Leben seiner Grosstante Edith Tudor-Hart zuerst in einem Buch «Die Dunkelkammern der Edith Tudor-Hart» (Fischer Verlag, 2015), danach in einem Film nachgezeichnet: Die 1908 in Wien geborene Edith Suschitzky wandte sich bereits als angehende Montessori-Kindergärtnerin der Sozialfotografie zu und wurde im englischen Exil zu einer wichtigen Figur im Rekrutierungsnetzwerk der Sowjets. Auch wenn der Antifaschismus vieles an diesem ideologischen Engagement erklärt, bleibt doch die Frage, wie eine Idee so beherrschend wird, dass man sein Leben und das seiner Mitmenschen aufs Spiel setzt. Der Autor Peter Stephan Jungk diskutiert mit der Historikerin und Filmemacherin Helene Maimann über die Frage, warum so viele vor allem junge Menschen weltweit in den 1920er und 1930er Jahren dem Kommunismus anheimgefallen sind und sich nicht oder nur sehr schwer daraus befreien konnten? Welche Parallelen gibt es heute zu den Verirrungen des 20. Jahrhunderts? Erleben wir eine Wiederkehr der Geschichte? 

Eine Veranstaltung von Omanut in Zusammenarbeit mit dem Wochenmagazin «tachles» und dem Theater Neumarkt: Filmvorführung „Auf Ediths Spuren“ (2017) von Peter Stephan Jungk, der sich anschliessend mit der Historikerin Helene Maimann unterhält. Montag, 27. November 2017, 18.00 Uhr (Filmvorführung); 20.00 Uhr (Gespräch), Theater Neumarkt, Zürich.





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