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ZIONISTISCHE WELTORGANISATION

Haben Siedler privates palästinensisches Land erhalten?

14. November 2017
Ein von «Haaretz» erhobener Vorwurf.

Die Siedlungsdivision der Zionistischen Weltorganisation (ZWO) hat laut Dokumenten, die laut Angaben von «Haaretz» in den Besitz dieser Zeitung gelangt sind, in Überschreitung ihrer Kompetenzen rund 50 Dunam palästinensisches Privatland an den unbewilligten Aussenposten Maaleh Rehavam südlich von Bethlehem in der Westbank abgetreten. Wie «Haaretz» in Erfahrung gebracht haben will, hat sich dies 2002 zugetragen. Die Siedlungsdivision hat das Land laut den genannten Dokumenten zur Verfügung gestellt, um «Haine zu pflanzen», obwohl die Organisation nie die nötige Autorität über das Land besessen habe. Ein Teil des Landes, das Bewohner des Aussenpostens zu landwirtschaftlichen Zwecken benutzt habe sollen, ist als Naturreservat bestimmt worden. Die ZWO-Siedlungsdivision und Vertreter des Aussenpostens weigerten sich, Stellung zu beziehen, doch eine Quelle innerhalb der israelischen Sicherheitskräfte hat diese Details gemäss «Haaretz» bestätigt. Die Siedlungsdivision wird, so «Haaretz», als quasi-private Einheit betrachtet. Sie operiert als Zweig der ZWO und untersteht nicht direkt der Autorität der israelischen Regierung, sondern wird voll und  ganz vom israelischen Steuerzahler finanziert. Ihre zentrale Rolle ist die Verwaltung von Land in abgelegenen Regionen des Landes. Effektiv aber wird ein grosser Teil der Arbeit der Siedlungsdivision jenseits der souveränen Grenzen Grenzen Israels geleistet, in der Westbank. TA






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