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ISRAEL-GAZA

Jerusalem erhöht Bereitschaft aus Angst vor Jihad-Vergeltung

14. November 2017
Vorerst noch keine IDF-Reservisten aufgeboten.

Aus Angst vor einem Vergeltungsakt des Islamischen Jihads für die Zerstörung eines auf israelisches Territorium hineinreichenden palästinensischen Offensivtunnels – 14 Jihad-Leute kamen dabei ums Leben – haben die zuständigen IDF-Stellen am Montag mit verschiedenen Massnahmen ihre Alarmstufe erhöht, vorerst allerdings noch von der Einberufung von Reservisten abgesehen. Unter anderem wurden erstmals seit Ende des Gazakriegs von 2014 wieder Raketenabwehrsysteme vom Typ «Iron Dome» in Zentral-Israel in Stellung gebracht. Das ist die vorläufige Antwort auf dutzende von GRAD-Raketen mit einer Reichweite von über 40 Kilometern, über die der Jihad verfügt. Solche Raketen können israelische Städte wie Ashdod oder Beerschewa errichen, und möglicherweise besitzt die Terrororganisation über Geschosse von noch längerer Reichweite. Auch wird in Israel nicht ausgeschlossen, dass die Gruppe in verschiedenen Gegenden der Westbank Raketen besitzt, über deren Einsatzgrad allerdings keine Informationen vorliegen. Bereits am Sonntag warnte Premierminister Netanyahu den Gazastreifen und meinte, Israel halte die Hamas für jeden Angriff aus Richtung Gazastreifen verantwortlich. «Wir werden eine sehr entschiedene Haltung einnehmen gegen Jeden, der uns von irgendwoher angreift oder anzugreifen versucht», drohte der Regierungschef. Innerhalb der IDF fürchtet man, dass der Weg zu einer neuen grösseren Konfrontation nach drei Jahren der relativen Ruhe immer kürzer wird, auch wenn die Hamas alles erdenkliche zu unternehmen scheint, um eine solche Eskalation zu vermeiden – nicht aus Rücksicht auf Israel, aber aus Angst davor, dass eine Konfrontation mit Israel die noch auf wackligen Beinen stehende inner-palästinensische Versöhnung gefährden könnte. JU





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